Über das Archiv

Das Jakob Lenz Archiv Heidelberg versammelt das Nachlassmaterial des Stürmer und Drängers Jakob (Jacob) Michael Reinhold Lenz (1751–92) sowie die zu ihm erschienene Forschungsliteratur. Unter „Edition“ finden sich Hinweise auf abgeschlossene und in Arbeit befindliche Publikationen des Lenz Archivs: zu den Zeichnungen, seiner Zeit in Emmendingen sowie zu der Kritischen Briefausgabe.

Lenz’ Nachlass liegt auf zahlreiche Standorte verteilt; ein Handschriftenverzeichnis gibt hierüber detailliert Auskunft. Zudem sind die selbstständigen und unselbstständigen Drucke zu Lebzeiten mitsamt Faksimile verzeichnet.

Das Verzeichnis der posthumen Ausgaben und der Übersetzungen, die Forschungsbibliographie und die Aufstellung der Theateraufführungen geben einen Einblick in die Resonanz, die das Lenzsche Werk hervorgerufen hat und immer noch hervorbringt. Dazu gehören auch Musiktheater/Vertonungen, biographische Filme/Werkverfilmungen sowie Lenz als literarische Figur.

Ein Überblick zu Leben und Werk mit Karten seiner Lebensstationen kontextualisiert die Verzeichnisse. Büchners Erzählung „Lenz“ (1839) ist für die Rezeption von Lenz’ Leben wichtig geworden.

Das Archiv knüpft an die Arbeit der Mannheimer Forschungsstelle unter Christoph Weiß an, um die umfassende wissenschaftliche Erschließung der Werke und der Biographie von Lenz weiter voran zu bringen. Die Grundlagenforschung zu Lenz erhält mit dem Archiv einen physischen und zudem mit dieser Website einen virtuellen Ort, um die Nachlass- und Forschungsmaterialien möglichst vollständig zu erschließen und zu bewahren.